Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 56 (2007) 7, S. 604-624, Zusammenhänge zwischen dem Schweregrad und Verlauf der Epilepsie mit komplex-fokalen Anfällen beginnend im Kindesalter und dem Auftreten psychischer Symptome sowie der Persönlichkeitsentwicklung wurden untersucht. 84 Patienten, die bei Erkrankungsbeginn durchschnittlich acht Jahre alt waren, wurden nach durchschnittlich 13 Jahren nachuntersucht. Bereits bei der Erstvorstellung zeigten fast die Hälfte der Patienten eine psychiatrische Erkrankung, etwa ein Viertel eine Entwicklungsverzögerung und 35 % eine Intelligenzminderung. Je häufiger bereits zu Beginn der Behandlung die komplex-fokalen Anfälle auftraten, desto häufiger wurde eine depressive Verstimmung beobachtet. Im Verlauf waren Patienten, die keine Anfallsfreiheit erreichten, häufiger unzufrieden, weniger leistungsorientiert und emotional instabiler als anfallsfreie Patienten. (ZPID)