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Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule im Kindesalter
- Source :
- Der Unfallchirurg. 123:269-279
- Publication Year :
- 2020
- Publisher :
- Springer Science and Business Media LLC, 2020.
-
Abstract
- Wirbelsaulenverletzungen im Kindesalter sind insgesamt sehr selten. Aktuelle einschlagige Studien mit grosen Fallzahlen, aus welchen sich evidenzbasierte Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie von Wirbelsaulenverletzungen bei padiatrischen Patienten ableiten lassen, existieren nicht. Formulierung von Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsaule im Kindesalter. Zunachst erfolgte eine Recherche von Primar-, aber auch Sekundarliteratur zum Themenkomplex Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Wirbelsaule bei Kindern. Eine entsprechende interne Literaturdatenbank wurde angelegt und gepflegt. Im Zeitraum von April 2017 bis Dezember 2019 fanden sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Wirbelsaulentrauma im Kindesalter der Sektion Wirbelsaule der Deutschen Gesellschaft fur Orthopadie und Unfallchirurgie zu einem Konsensusprozess zusammen. In 9 Arbeitstreffen wurden systematisch Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Wirbelsaule bei Kindern formuliert. Es konnten Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie von Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsaule fur 3 Altersstufen (Altersstufe I: 0 bis 6 Jahre; Altersstufe II: 7 bis 9 Jahre; Altersstufe III: 10 bi s16 Jahre) formuliert werden. Die Prinzipien der Diagnostik und Therapie aus der Erwachsenenmedizin konnen nicht problemlos ubertragen werden. Wirbelsaulenverletzungen im Kindesalter sind selten und sollten der Behandlung in geeigneten Zentren zugefuhrt werden. Die MRT-Diagnostik sollte beim kardiopulmonal stabilen Kind mit Verdacht auf ein Monotrauma der Wirbelsaule als initiale Bildgebung indiziert werden. Die grundlegenden Therapieziele bei Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsaule im Kindesalter sind die Wiederherstellung der Stabilitat, der Schutz der neurogenen Strukturen und das Wiederherstellen der anatomisch korrekten Verhaltnisse. Bei der Indikationsstellung zur konservativen vs. operativen Therapie mussen das Korrektur- und Regenerationspotenzial der einzelnen Wirbelsaulenabschnitte in Abhangigkeit vom Patientenalter berucksichtigt werden. Die operative Stabilisierung soll v. a. uber minimalinvasive Techniken, im Sinne einer Instrumentierung ohne Spondylodese und fruhzeitiger Metallentfernung, erfolgen.
Details
- ISSN :
- 1433044X and 01775537
- Volume :
- 123
- Database :
- OpenAIRE
- Journal :
- Der Unfallchirurg
- Accession number :
- edsair.doi...........ff5ce61d6d7b717fb20951124d969c57
- Full Text :
- https://doi.org/10.1007/s00113-020-00790-x